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Arthur Adams

"Stomp the floor"
(CD, 2009)

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Arthur Adams – Vocals, Guitar
Hense Powell – Keyboards
Reggie McBride – Bass
Lou Castro – Bass
James Gadson – Drums
Stacy Lamont Sydnor – Percussion
David Leich – Percussion
Lee Thornberg – Trumpet
David Woodford – Saxophone
Garrett Atkins - Trombone

In Memphis, Tennessee, befinden wir uns, Folks, irgendwo in einer Bar, im Schwarzen-viertel ...

Nein, direkt gefährlich ist’s nicht hier, aber froh sind wir dann doch, als wir sie endlich gefunden haben nach langer Sucherei, die Bar, in der der unter seinen Landsleuten schon fast Legendenstatus genießende Arthur Adams, dieser Meister der Soul Blues Guitar, heute auftreten soll ... Na ja, und nichts wie rein heißt’s dann, bevor wir keinen Platz mehr kriegen in diesem kleinen Schuppen, denn höchstens mal 100 Leute gehen da rein, die dann aber bestimmt nicht mehr umfallen können, und erleichtert sind wir, dass wir durchweg coole Jungs antreffen, die hier nur auf ihr „Soul Food“ aus sind, auf sonst nichts und von denen wir rein gar nichts zu befürchten haben ...

Und pünktlich erscheint er, der sympathische Arthur, wird gleich am Anfang schon frenetisch gefeiert und herzlich willkommen geheißen, was er auch sichtlich zu genießen versteht und lacht mit weiß aufblitzender Zahnreihen ...

Und schick hat er sich gemacht, der Arthur: In eleganten weißen Lackschuhen kommt er daher, bei denen eigentlich nur die Gamaschen noch fehlen, die er bestimmt auch angelegt hätte, wäre nur nicht bis in den Herbst hinein diese dämpfige Schwüle zu ertragen ...

Aber einen feinen anthrazitfarbenen zweireihigen-Anzug anzulegen, daran geht kein Weg vorbei und auch nicht am gedeckten Seiden-Chemise mit farblich dazu passender Krawatte ...

Und dazu passend – anders konnt’s dann auch wirklich nicht kommen – ist das Programm, was Arthur mit seiner – jeder auf seinem Instrument brillanten – Band dann bietet: einen Mix aus locker swingendem beseeltem Soul Blues, der sattsam bekannt ist, wie er aber besser nicht gespielt werden kann und wie’s besser nicht passen könnte zu seinem launisch-coolen Gesichtsausdruck und der schwülstig-gedämpften Bar-Atmosphäre ... sweet Soul Music, laid back und von allererster Güte!

„You can’t win for losing“ ist eine Art Bar Blues mit Boogie-Anklängen, schön swingend mit feiner Memphis typischer Brass Section und deren eigentümlichen Licks und kleinen farbigen Tupfern, „Don’t let the Door hit you“ ein mehr klassischer Blues, auch wieder veredelt durch die Brass-Werker, „I know what you mean“ eine Soul-Nummer, wie sie mehr soulful nicht sein kann, „You got that right“ ist Jazz-Swing mit herrlichen kleinen Kapriolen ... Und noch nie ist so schön über the „Nature of the Beast“ gesungen worden und mit einem Muster an schillernder locker-swingender Fingerfertigkeit im filigranen „Blues Roots“ dann beschließen Arthur Adams und seine Mannen dann ihr feines Set, das einem wahrlich das Herz erwärmen konnte!

Aber, Leute, war denn wirklich alles so gewesen ? Habt ihr wirklich diese Geschichte geglaubt ?

Ja? Oje, vergeßt’s, wenn dem so ist, denn natürlich sind wir nicht dagewesen in Memphis in dieser schummrigen Bar und auch kein Konzert war’s, das wir erlebt haben. Mir ist nur gerade danach gewesen, das so zu inszenieren, denn diese tolle Musik hat für all diese Assoziationen gesorgt ... Das aber heißt: Alles andere aber, Leute, stimmt.

Dies ist tolle Musik, beseelt, manchmal geradezu sensuchtsvoll-aussichtslos wirkend („Each day, man, is a struggle“), aber – obwohl jeder nächste Ton fast zu erahnen ist – so gut, so berührend und so gekonnt gebracht und so souverän (Was soll’s, Mann, that’s life) ...  Das ist einfach großartig !!!

Herzlichen Dank und mein großes Kompliment an Arthur Adams und seine Band !

Danke an Jody Best von "Eclecto Groove Records" für die Zurverfügungstellung der CD!!!

Euer

Jörg