Online seit 08.11.2009

Bernie Marsden "Bernie plays Rory"

A celebration of the music of Rory Gallagher (2009)

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Bernie Marsden – Guitar / Mandolin / Vocals; Jim Kirkpatrick – guitar;
David Levy – Bass Guitar; Richard Newman – Drums;

Specials Guests: Lee Vernon – Harmonica, Dean Rees – Hammond Organ

Bernie Marsden ... hat uns ... mit seinen Rory-Interpretationen eine seiner schönsten Einspielungen vorgelegt und gleichzeitig auch mit die für mich schönste Rory-Hommage ...

Um 1970 trat er, als blutjunger kurzzeitiger Gitarrist bei Juicy Lucy, erstmalig in Erschei-nung, erweckte aber erst kurz darauf mein lebhaftes Interesse, als er bei UFO den legendären Mick Bolton ersetzte, einen der – mit seinem kreativen und zuweilen globigen Space und Blues Rock Sound und trotz nur dreier Einspielungen – Größten aller Zeiten.

Das ist meine bescheidene Meinung, denn die meisten – auch der älteren – werden ihn gar nicht mehr kennen oder in Erinnerung haben, die anderen aber werden diesen unverwechsel-baren Sound im Ohr haben, wenn sie an „Flying“ oder das außerirdische „Star storm“ oder gar an „Prince Kajuku“ oder „Boogie for George“ auch nur denken ...

Leider ist er, der gute Bernie, wegen seiner bedauernswerterweise nur kurzen Zugehörigkeit zu diesen Luftschiffern, auf keinem einzigen ihrer Longplayer zu vernehmen. Das wäre mal interessant gewesen, zu hören, wohin er sie gesteuert hätte im – hoffentlich – krassen Gegen-satz zum seinem nervigen Nach- oder Nach-Nachfolger, diesem „Ich bin der größte aller Zei-ten“-Teutonen aus Hannover, der sie dann ins platte Hardrock-Nichts reinmanövrierte, von wo aus sie nie mehr zurückkehrten oder eben wegen des Fehlens der Klasse eines Mick Bolton nicht mehr zurückkehren konnten ...

Lange war Bernie dann noch bei Whitesnake und hatte da Anteil an einer Reihe von Einspie-lungen, na ja ... Dann trat er irgendwie, nach meinem Empfinden, nicht mehr so richtig in Er-scheinung bis ...

Ja, bis er uns jetzt eben diese schöne Rory-Hommage vorlegt.

Wir ziehen sämtlich Hüte und bedanken uns in aller Form bei Bernie für seine wirklich durchweg sehr gelungenen Interpretationen. Wir hoffen sehr, ihn einmal live erleben zu können.

Bernie tritt mit Rorys letzter Backing Band an, die hier besser spielen als sie es bei Rory je vermochten, nicht so verkrampft heftig, sondern locker swingend und  zum Teil sehr differenziert und wunderbar anzuhören ...

Bernie selbst kriegt einen schönen Sound hin, genau passend zum Anlaß: trocken, kna-ckig, nicht so rausknallend, sondern etwas zurückgenommen, federnd und mit schönem souveränen Drive, Rory gerecht eben und einfach klasse!

Er startet mit „Continental Op“, dem Rory-Opener schlechthin, und setzt mit „Blister on the moon“ gleich noch einen ähnlicher Kragenweite drauf: Schön locker rausgehauene Rocker sind das, die gleich solch einen Spaß verbreiten ... Dabei aber wird nie überpowert, sondern mit gebremstem Schaum agiert (was nichts Anderes bedeutet als: mit genau der richtigen Intensität), und die E-Guitar von Bernie hat, vor allem in den Soli, einen so schönen farbigen Sound ...

„Don’t start me to talking“ dann geht herrlich los, mit so ner Art Boogie Swing und ist absolut auf Augenhöhe mit Rorys Interpretationen.

„Going to my hometown“ wird fast zu einer neuen Nummer, so – etwas im Gegensatz zum Original – rund und smooth kommt es daher, und so gekonnt und toll werden hier die ur-sprünglichen Ecken abgeschliffen ...

„Messing with the kid“: tausend Mal gehört und trotzdem gelingt eine weitere außergewöhn-liche Version, ähnlich „abgekantet“ wie der Vorgänger, mit einem interessanten Heavy Intro, tollem Solo ... und dasselbe, man sollte es nicht glauben, gilt auch – und in noch stärkerem Maße – für „Tattooed Lady“, das einfach großartig daherkommt ...

Und so geht’s weiter.

„Western Plain“ ist – natürlich – unverkennbar, erhält aber eine Art dark und mysty touch, sphärisch und sehr einnehmend.

Und „I wonder who“ vom alten McKinley wird, noch mehr, zu einer schönen Heavy Slow Blues-Nummer ...

Und ne Hammer-Version vom EverEverEverEvergreen „What’s going on“ folgt und – genauso gut – hintendrauf „Hand off“ ...

Und dass Bernie Marsden dann seine durchweg wundervolle Einspielung und absolut gelun-gene Verbeugung vor Rory mit „Wheels within wheels“ abschließt, zeigt, dass er ein Kenner ist und ein Könner. Das ist eine wunderbare Idee und durch die sentimentale und irische Grundströmung in dem Song so sehr dem Anlass angemessen, und er gewinnt noch zusätzlich durch seine ganz besonders gelungene eigentümliche Interpretation, die manch einem die Trä-nen in die Augen zu treiben vermag ...

bernie mit Gregor Hilden!!!!

Hut ab, Bernie Marsden und Mitstreiter, eine großartige Einspielung ist Euch gelungen, für die ich meine größte Anerkennung ausspreche.

Allen Rorysfriends sei „Bernie plays Rory“ hiermit wärmstens empfohlen!

Euer Jörg 

Danke an "Mark Vanstone" von für die Zurverfügungstellung der CD!!!

Rorysfriends bei Myspace!