Vdelli ist die Band des australischen Gitarristen Michael Vdelli.
Die Backline besteht aus Ric Whittle an Drums und Percussion und Troy Gennoe am Bass.
Wir konnten sie bereits einmal live erleben, im Mai im Musiktheater Rex in Lorsch.
Und da haben sie uns mit ihrem treibenden vitalen Boogie Blues Rock sehr gut gefallen.
Slide-Show vom Konzert 7.5.2009 im Musiktheater Rex in Lorsch
Vor allem Michael überzeugte ... mit einem schönen Mix aus schweren Powerakkorden, aber auch mit immer wieder in neuen Varianten eingestreutem melodischem Interplay und ... mit sympathischem Auftreten !
Auf der vorliegenden "Ain't bringing me down" kommt Vdelli schwerer daher, Hard Rock lastiger, ohne jedoch nicht auch hin und wieder softere Elemente einzustreuen, wobei vor allem der oft schöne und gekonnt dargebotene Unisono-Gesang hervorzuheben ist.
Am ehesten vermögen sie mich aber wiederum mit ihren Boogie-Nummern zu überzeugen, vor allem dann, wenn Slide Guitar geboten wird und wenn man heraustritt aus dem manchmal allzu präsenten ZZ Top-Dunstkreis, indem Vdelli auch mal den Druck rausnimmt und sich von Klischees löst und eigenständig improvisiert. Für meinen Geschmack wird Michael Vdelli dann richtig gut. Sein handwerkliches Können steht sowieso außer Frage !
Also, die Boogies sind's, die wirklich toll sind, die losgehen, heavy, aber eben ohne diese bleierne Schwere, die einem zu Beginn wirklich in die Polster drückt.
Sehr originell und toll gebracht: Boogie Bee, ein Akkustik Boogie ...
Auch hörenswert - neben den anderen Boogie-Nummern (die vom Titel her schon zu erkennen sind) -: "Childhood Demons", schwerer Bluesrock mit einer schönen dramatischen absteigenden G-Linie ...
Also, summa summarum: Vdelli haben mir live einen Tick besser gefallen als auf dieser Einspielung. Aber das liegt einzig und alleine an meinen Präferenzen, die eben nicht beim allzu schweren Heavy Rock liegen und in keiner Weise am Können der Jungs.
Anderen mag diese Einspielung eher zusagen als der von mit favorisierte live erlebte Boogie Bluesrock, der stärker improvisationsorientiert daherkam ...
Meine Empfehlung ist einfach: Hört Euch Vdelli live an - sie sind es absolut wert -, get close to Michael after the show und lasst Euch vom ihm ne Einspielung empfehlen, die Eurem Geschmack entspricht, die ihr dann auch gleich käuflich erwerben und vom Meister selbst signieren lassen könnt ...
Also, Vdelli, keep on going, und - wie pflegte Bob Hite die Canned Heat-Konzerte immer zu beschließen - "Don't forget to boogie" ... aber: Vergesst auch den Blues nicht !
Euer Jörg
Danke an den Tourmanager von Vdelli Marc Raner für die Zurverfügungstellung der CD!!!